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Die 4 C´s


Diamanten sind die ältesten Edelsteine unserer Schöpfung. Viele wurden in den feurigen Tiefen der Erde vor drei Milliarden Jahren geboren, und die meisten von ihnen sind bereits mehr als 100 Millionen Jahre alt.

Kein natürliches Material kommt der Härte des Diamanten nah. Kein anderer Edelstein ist so schwierig zu fördern, das gilt vor allem für größere Steine. Im Durchschnitt müssen ca. 150 Tonnen Gestein gefördert werden, um einen einzigen Schmuckdiamanten zu gewinnen. Kein einziger Diamant ähnelt dem anderen, jeder besitzt seine eigene komplexe Persönlichkeit.


Für die Beurteilung von Qualität und Wert eines Diamanten gibt es vier entscheidende Kriterien. Sie werden "Die vier C" genannt.

CARAT (GEWICHT)
Wie bei allen Edelsteinen wird das Gewicht - d.h. die Größe - eines Diamanten in Carat ausgedrückt. Der Begriff "Carat" geht auf eine natürliche Maßeinheit, die Samen des Johannesbrotbaumes, zurück. Ursprünglich wurden Diamanten gegen diese Samen aufgewogen. Dann wurde ein einheitliches System entwickelt, nach dem ein Carat einem fünftel Gramm entspricht. Ein Carat ist in 100 Punkte unterteilt. So entspricht ein Diamant von 25 Punkten einem Viertelcarat oder 0,25 Carat.

CLARITY (REINHEIT)
Fast alle Diamanten enthalten winzige Spuren nicht kristallisierten Kohlenstoffs, der Substanz, aus der sie bestehen. Die meisten dieser Spuren sind mit bloßem Auge nicht zu erkennen, sie werden nur unter dem Vergrößerungsglas sichtbar. Man bezeichnet sie als Einschlüsse. Sie gelten als die Fingerabdrücke der Natur, die jeden Diamanten zum Unikat machen. Je weniger Einschlüsse ein Diamant hat, um so seltener ist er. Die Reinheit eines Diamanten sagt Ihnen daher, inwieweit er frei von Einschlüssen ist. International gibt es drei Bewertungssysteme, die den Reinheitsgrad eines Diamanten bestimmen: GIA, CIBJO und HRD. In den beiden letztgenannten Systemen wird ein Diamant ohne innere Einschlüsse als "lupenrein" bezeichnet, bei GIA als "internally flawless". Bei nicht lupenreinen Diamanten sind die Begriffe aller Systeme identisch.

COLOUR (FARBE)
Laien sind oft überrascht zu hören, dass es Diamanten sogar in allen Regenbogenfarben gibt. Bekannt jedoch ist der Diamant als eher farbloser Edelstein, vom blassen Gelb oder Braun bis zu den sehr seltenen, als "farblos" bezeichneten Steinen. Ganz selten sind farbige Diamanten, die als "Fancies" bezeichnet werden. Es gibt bernsteinfarbene, rosa, bläuliche oder gelegentlich grünliche Diamanten.

CUT (SCHLIFF)
Schliff ist nicht gleich Schliff. Vielfach wird die Schliffart mit dem Schliff verwechselt. Die meisten Diamanten werden mit 57 (inklusive der Kalette mit 58) Facetten geschliffen. Weist der Schliff die optimalen Proportionen auf, so erstrahlt der Diamant in schönster Brillanz und bestechendem Feuer. Die Schliffart eines Diamanten ist weitgehend eine Frage des persönlichen Geschmacks und beeinflusst an sich noch nicht den Wert eines Diamanten. Aber Meister ihres Faches verstehen es, den Diamanten so zu schleifen, dass er ein Maximum des aufgenommenen Lichtes reflektiert.


Der Schliff ermöglicht dem Diamanten den bestmöglichen Gebrauch des Lichts.
1. Ist ein Diamant in den richtigen Proportionen geschliffen, so wird das Licht von einer zur anderen Facette reflektiert und entweicht direkt oder in Spektralfarben gebrochen aus dem Oberteil zurück zum Betrachter.
2. Wenn der Schliff zu dick ist, entweicht ein Teil des Lichtes nach unten.
3. Wenn der Schliff zu flach ist, entweicht das Licht unreflektiert nach unten.


Hier sehen Sie weitere Schliffformen:



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